Oft erscheinen Helden und Heldinnen in literarischen Werken sehr attraktiv und charmant vor uns. Es gibt jedoch auch jene Heldinnen, die nicht der üblichen Schönheit und Anziehungskraft entsprechen. Ihre Hässlichkeit macht sie in der Handlung und dem Bild des Werkes nicht weniger interessant oder bedeutsam. Solche Heldinnen können mit ihrer einzigartigen Persönlichkeit, Charakterstärke oder Bedeutung, die sie in der Handlung tragen, Aufmerksamkeit erregen.
Eine der auffälligsten hässlichen Heldinnen ist der Quasimodo aus Victor Hugos Roman "Die Kathedrale Unserer Lieben Frau von Paris". Das gewöhnliche Aussehen und der verzerrte Körper des Helden dienen als Symbol für seinen inneren Zustand. Quasimodo hat äußerlich keine Schönheit gefunden, aber es glänzt mit makelloser geistiger Schönheit und Reinheit.
Ein weiteres Beispiel für eine hässliche Heldin ist Hetty aus der Trilogie "Plantagenets" von Philip Gregory. Diese Frau, die eine "große Nase", eine dicke Figur und ein unaussprechliches Aussehen hat, wird von der Gesellschaft als hässlich und unsympathisch empfunden. Hetty hat jedoch einen starken Charakter und eine starke Weisheit, die sie zu einer der auffälligsten und einprägsamsten Heldinnen der Werke von Philippe Gregory machen.
Es ist wichtig zu verstehen, dass Schönheit nicht das Einzige ist, was eine Person anzieht und bewundert. Die hässlichen Heldinnen der Weltliteratur zeigen uns, dass das Äußere nicht immer das innere Wesen und den Wert des Individuums bestimmt.
So diversifizieren hässliche Heldinnen in der Weltliteratur nicht nur die Bilder und Sujets der Werke, sondern lassen uns auch darüber nachdenken, dass Schönheit sowohl innerlich als auch außergewöhnlich sein kann.
Heldinnen der Weltliteratur, die keine Schönheit besitzen
Eine dieser Heldinnen ist Elizabeth Bennet aus Jane Austens Roman "Stolz und Vorurteil". Obwohl sie in der Gesellschaft nicht als Schönheit angesehen wird, zieht sie mit ihrem Verstand und Witz die Aufmerksamkeit vieler Männer auf sich. Ihr unabhängiger Charakter und ihre Fähigkeit, direkt zu sprechen, machen sie zu einer wirklich attraktiven Person.
Eine andere Heldin, die keine Schönheit hat, ist Nelly Dean aus Emily Brontes Roman "Der Gewitterpass". Trotz ihres mageren Aussehens hat sie einen starken Geist und einen starken Willen. Ihre Hingabe und ihre Fähigkeit, sich an verschiedene Umstände anzupassen, machen sie in den Augen der Leser wirklich schön.
Man kann auch Jane Eyre aus dem gleichnamigen Roman von Charlotte Bronte erwähnen. Sie ist auch kein Vorbild für Schönheit, aber ihr starker Charakter und ihre Unabhängigkeit machen sie zu einer interessanten und attraktiven Heldin. Ihre innere Schönheit, ihr Geist und ihre Kraft des Geistes sind in ihrer Persönlichkeit verwoben.
Solche Heldinnen der Weltliteratur beweisen, dass äußere Schönheit nicht immer das Hauptkriterium für Attraktivität ist. Die Leser sehen ihre wahre Schönheit in ihren Charakteren, Gedanken und Handlungen, die sie so einzigartig und attraktiv machen.
Angelica Martinengo aus dem Roman "Angelica, die Marquis von Angoulem"
Angelica ist eine Frau von starkem Charakter, intelligent, gebildet und gelehrt. Sie hat einen schwierigen Charakter, zeigt oft ihren Stolz und ihre Unabhängigkeit, was oft zu Ablehnung anderer führt. Angelica hat jedoch auch eine subtile seelische Organisation und tiefe Gefühle. Sie durchläuft viele Prüfungen und Schwierigkeiten, bleibt aber ihren Überzeugungen und Prinzipien treu.
Angelica ist trotz ihres hässlichen Aussehens in der Lage, Männer zu bezaubern und in sich selbst zu verlieben. Mit ihrer Hilfe zeigen die Autoren, dass ein hässliches Gesicht und Formen nicht die Hauptqualitäten einer Frau sind. Innere Stärke, Geist und seelische Schönheit können die äußeren Mängel überwiegen und die Liebe und Aufmerksamkeit anderer auf sich ziehen.
Miss Havishem aus dem Roman "Große Hoffnungen"
Miss Havishem verkörpert die Verglasung und Unveränderlichkeit. Nachdem sie an ihrem Hochzeitstag vom Bräutigam verlassen wurde, geriet sie in einen Zustand geistiger und emotionaler Angst. Sie beschließt, ihr Kleid nie wieder zu ändern und stoppt die Zeit in ihrem Haus, das zu einer Art Museum der Vergangenheit wird.
Miss Havish lebt in Dunkelheit und Verwüstung, umgeben von Staub und Spinnweben. Ihr Aussehen entspricht ihrer inneren seelischen Zerstörung - das Gesicht ist mit Falten bedeckt, die Haare sind grau und die Augen drücken Entmutigung aus. Sie trägt ein mit Schlamm bedecktes Hochzeitskleid und zieht immer eine Uhr mit sich, auf der die Zeit in einem Moment der Enttäuschung angehalten hat.
Miss Havishem bringt einen jungen Pip zur Welt, einen Romanhelden, der seine Ignoranz überwinden und in der Gesellschaft aufsteigen will. Seine Wirkung auf Pipa ist streng und verheerend. Sie füllt seinen Kopf mit Illusionen und Träumen über die Zukunft, die ihn zu Enttäuschungen und Verlusten verurteilen.
Obwohl Miss Havishem äußerlich nicht schön ist, ist sie ein Symbol für die Hässlichkeit von Seele und Herz. Ihre Geschichte zeigt, wie unangenehme Ereignisse die Seele in etwas Dunkles und Beleidigendes verwandeln können.